Die Feuerwehren aus Weinsberg, Obersulm, Eberstadt und Ellbachtal waren mit rund 70 Einsatzkräften im Einsatz und konnten den Brand nach intensiver Arbeit unter Kontrolle bringen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Dennoch entstand ein erheblicher Sachschaden, der auf mindestens 500.000 Euro geschätzt wird. Das Doppelhaus ist bis auf Weiteres nicht bewohnbar.
Einsatz des Technischen Hilfswerks
Kurz nach 12:30 Uhr wurden der Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) Weinsberg sowie der Baufachberater zur Einsatzstelle alarmiert. Da unser Baufachberater eine längere Anfahrt hatte, wurde ergänzend ein Baufachberater des Ortsverbands Widdern hinzugezogen. Diese fachliche Unterstützung ist in solchen Lagen von großer Bedeutung, da nach einem Brand nicht nur die akute Brandbekämpfung zählt, sondern auch die Beurteilung der Statik und der Sicherheit des Gebäudes.
Beurteilung der Gebäudestruktur
Die Baufachberater von Feuerwehr und THW begutachteten die Tragfähigkeit und Stabilität des stark beschädigten Hauses in regelmäßigen Abständen. Besonders kritisch zeigte sich die Lage im ersten Obergeschoss: Durch den Brand war die Decke zum Dachboden fast vollständig durchgebrannt, sodass ein sicheres Betreten des Bereichs ohne zusätzliche Maßnahmen nicht mehr möglich gewesen wäre. Gerade in solchen Situationen sind die Einschätzungen der Baufachberater entscheidend, um Gefahren für die eingesetzten Kräfte zu vermeiden.
Empfohlene Sicherungsmaßnahmen
Nach eingehender Beurteilung empfahlen die Fachberater das Auslegen von Gerüstböden auf die verbliebenen Deckenbalken, um eine tragfähige Arbeitsfläche zu schaffen. So konnten die Einsatzkräfte den Bereich gefahrlos betreten und mit den Nachlöscharbeiten fortfahren. Zusätzlich wurde begonnen, Brandschutt zu entfernen, um die Konstruktion zu entlasten und weitere Schäden am Gebäude zu verhindern.
Abschluss der Arbeiten
Gegen 15 Uhr konnte der Einsatz für die Baufachberater des THW beendet werden. Währenddessen blieb die Haller Straße (B39) zwischen Ellhofen und der Abzweigung nach Sülzbach bis in den späten Nachmittag hinein gesperrt, da die Löscharbeiten und Sicherungsmaßnahmen aufwendig waren und Platz für die Einsatzkräfte benötigt wurde. Das ist Gebäude aktuell nicht mehr bewohnbar ist. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an.