Schneefall legt Autobahnkreuz Weinsberg lahm – THW im nächtlichen Großeinsatz

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Weinsberg,

Starker Schneefall und glatte Fahrbahnen sorgten in der Nacht vom 25. auf den 26. Januar für eine angespannte Verkehrslage in der Region Heilbronn.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium Heilbronn kam es seit den Abendstunden des Vortages zu rund 140 Verkehrsunfällen. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden, lediglich zwei Personen wurden leicht verletzt.
Besonders rund um das Autobahnkreuz Weinsberg spitzte sich die Lage zu. Dort war das Technische Hilfswerk aus den Ortsverbänden Weinsberg, Heilbronn, Widdern und Pfedelbach über viele Stunden im Einsatz und unterstützte gemeinsam mit der Polizei die Bewältigung der Situation.

Alarmierung am Abend – Einsatz bis in den Vormittag

Um 22:20 Uhr am 25. Januar wurden die THW-Kräfte alarmiert. Schnell wurde klar, dass es kein kurzer Einsatz werden würde. Schnee, Eis und liegen gebliebene Fahrzeuge bestimmten das Bild. Der Einsatz zog sich bis zum 26. Januar um 12:45 Uhr hin. Bereits in den Nachtstunden wurden Ablösungen vorbereitet, um auch für den Berufsverkehr ausreichend Kräfte bereitzuhalten.

A6 auf A81 – Steigung wird zur Geduldsprobe

Der Schwerpunkt lag auf der Überleitung der A6 aus Richtung Mannheim auf die A81 in Fahrtrichtung Stuttgart. Dort hatte sich der Schnee stark verdichtet. Fahrzeuge kamen die Steigung nicht mehr hinauf, mehrere Lastkraftwagen blieben hängen oder standen quer. Das Autobahnkreuz Weinsberg musste in der Nacht mehrfach vollständig gesperrt werden.

In enger Abstimmung mit der Polizei übernahm das THW technische Hilfeleistungen. Festgefahrene Fahrzeuge wurden freigeschleppt, die Lage auf den Autobahnabschnitten erkundet und der Einsatz organisiert. Verbindungspersonen zur Verkehrspolizei sorgten dafür, dass Informationen schnell weitergegeben und Maßnahmen abgestimmt werden konnten.

Ketten, Koordination und kalte Hände

Der Einsatz forderte alle Beteiligten. Vor Ort musste ständig neu entschieden werden, welches Fahrzeug als Nächstes freigeschleppt wird und wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird. „Vom Fahren mit Schneeketten von Anschlussstelle zu Anschlussstelle bis hin zu Einsatzfahrten mit Sondersignal durch nur teilweise gebildete Rettungsgassen war alles dabei“, schilderte ein Helfer.

Viele der Aufgaben lassen sich kaum realistisch üben. Fahren bei Schnee und Eis, schwere Fahrzeuge bewegen, Arbeiten bei Kälte – das erfordert Erfahrung, Ruhe und ein funktionierendes Team. Gerade die Zusammenarbeit über Ortsverbandsgrenzen hinweg machte den Einsatz möglich.

Langer Einsatz, wenig Pausen

"Dass der Wintereinbruch so heftig kommt, hätte ich nicht gedacht. Ich kann mich nicht erinnern, wann wir in so kurzer Zeit solche Schneemengen erlebt haben“, berichtete ein weiterer Helfer. Der Einsatz war lang und kräftezehrend. Neben der technischen Hilfeleistung mussten teilweise auch längere Strecken zu Fuß zurückgelegt werden, um Fahrzeuge zu erreichen oder sich ein Bild der Lage zu machen.

Ob Helfer, Kraftfahrer oder Führungskraft – der Einsatz verlangte allen viel ab. Um die Einsatzfähigkeit zu sichern, wurden frühzeitig Ablösungen organisiert, sodass auch der Berufsverkehr am Morgen begleitet werden konnte.

Zusammenarbeit, die trägt

Der nächtliche Schneeeinsatz zeigte einmal mehr, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen THW und Polizei bei solchen Wetterlagen ist. Kurze Wege, klare Absprachen und der Einsatz vieler engagierter Kräfte halfen dabei, die Situation Schritt für Schritt zu entspannen und die Sicherheit auf den Straßen wieder zu erhöhen.

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