Der Rückblick machte deutlich, wie viel ehrenamtliche Arbeit hinter der Einsatzbereitschaft des Ortsverbands steht. Neben der Ausbildung und verschiedenen Einsätzen spielte auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen sowie die Nachwuchsarbeit eine wichtige Rolle.
Rückblick auf Ausbildung und Zusammenarbeit
Insgesamt wurden im Jahr 2025 mehr als 13.000 Dienststunden geleistet. Diese verteilten sich auf 194 Diensttage und zeigen, wie viel Zeit die Helferinnen und Helfer ehrenamtlich in Ausbildung, Einsätze und organisatorische Aufgaben investieren.
In den Ausbildungsdiensten beschäftigten sich die Einsatzkräfte mit verschiedenen technischen und taktischen Themen, darunter Ortungstechnik, der Einsatz von Wärmebildkamera und SearchCam sowie Pumpen- und Beleuchtungstechnik. Auch Themen wie Notversorgung, Campbau und Aufgaben in Führung und Kommunikation wurden behandelt. Mehrere Helfer nahmen außerdem an Lehrgängen und Veranstaltungen auf Landes- und Bundesebene teil. Insgesamt wurden fünf Lehrgänge sowie drei weitere Veranstaltungen besucht. Vier Helferanwärter konnten im vergangenen Jahr ihre Grundausbildung erfolgreich abschließen.
Auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen spielte eine wichtige Rolle. So fand unter anderem ein gemeinsamer Ausbildungsdienst mit der Feuerwehrabteilung Wimmental statt. Darüber hinaus stellte der Ortsverband seine Fähigkeiten bei einem Dienstabend der Feuerwehr Weinsberg vor und erhielt bei einer Veranstaltung der Feuerwehr Ellbachtal Einblicke in die Vegetationsbrandbekämpfung.
Einsätze im Jahr 2025
Auch im vergangenen Jahr war der Ortsverband bei mehreren Einsätzen gefordert. Zugführer Jonas Koch berichtete über die Einsätze des vergangenen Jahres.
So unterstützte der Ortsverband unter anderem mit Beleuchtungstechnik im Freibad Bad Friedrichshall sowie in Ilsfeld. Weitere Einsätze führten die Kräfte zu einem Seniorenheim in Obersulm sowie zu einem Ortungseinsatz nach einem Gebäudeeinsturz in Stutensee-Spöck. Darüber hinaus wurden Fachberatereinsätze in Ellhofen und Mainhardt durchgeführt. Auch beim Weibertreulauf unterstützten die Helferinnen und Helfer.
Aktive Jugendarbeit
Auch die THW-Jugend blickte auf ein aktives Jahr zurück. Ortsjugendbeauftragte Maria Herrmann berichtete über zahlreiche Aktivitäten der Jugendgruppe.
Neben den regelmäßigen Jugenddiensten standen verschiedene Aktionen auf dem Programm, darunter das Kürbisschnitzen, ein Besuch der Integrierten Leitstelle Heilbronn sowie die Teilnahme an der Christbaumsammlung.
Ein besonderes Highlight war das Regionalbereichsjugendlager. Dort konnten die Jugendlichen unter anderem eine Bunkeranlage besichtigen, mit einer Draisine fahren und an einem Beachvolleyballturnier teilnehmen.
Ehrungen für langjähriges Engagement
Ein besonders feierlicher Teil der Jahreshauptversammlung waren die Ehrungen verdienter Helferinnen und Helfer. Mehrere Mitglieder wurden für ihr langjähriges Engagement im Technischen Hilfswerk ausgezeichnet.
Für 25 Jahre Engagement im Technischen Hilfswerk wurde Stefan Häfele geehrt. Er trat im Jahr 2000 in den Ortsverband ein und übernahm früh Verantwortung als stellvertretender Ortsbeauftragter. In dieser Funktion unterstützt er bis heute die Leitung des Ortsverbands und steht den Helferinnen und Helfern mit seiner Erfahrung zur Seite.
Für 30 Jahre Engagement im THW wurde Georg Schumm ausgezeichnet. Er trat 1995 in den Ortsverband ein und ist seitdem eine feste Größe. Neben verschiedenen Fachausbildungen engagierte er sich als Bereichsausbilder Kraftfahrwesen und bildet bis heute Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer aus. Aktuell unterstützt er den Ortsverband im Zugtrupp und steht weiterhin als Kraftfahrer zur Verfügung.
Ebenfalls für 30 Jahre Engagement im THW wurde Jörg Müller geehrt. Er trat 1995 in den Ortsverband ein und war zunächst als Fachhelfer tätig. Später übernahm er Verantwortung als Zugtruppführer und anschließend als Zugführer. Heute unterstützt er den Ortsverband wieder als Zugtruppführer und bringt seine Erfahrung weiterhin aktiv ein.
Für 40 Jahre Engagement im Technischen Hilfswerk wurde Sascha Küst ausgezeichnet. Er trat 1985 in das THW ein und war nach seiner Grundausbildung als Fachhelfer im Einsatzdienst tätig. Heute unterstützt er den Ortsverband im Zugtrupp und bringt seine Erfahrung weiterhin bei Einsätzen und Veranstaltungen ein.
Mit dem Helferzeichen in Gold wurde Maria Herrmann ausgezeichnet. Nach ihrem Eintritt vor rund acht Jahren absolvierte sie ihre Grundausbildung und war zunächst als Fachhelferin in der Fachgruppe N tätig. Seit 2021 engagiert sie sich in der Jugendarbeit des Ortsverbands und prägt diese maßgeblich. Mit großem Einsatz organisiert sie Dienste und Veranstaltungen der Jugendgruppe und sorgt dafür, dass junge Menschen für das Ehrenamt begeistert werden. Darüber hinaus ist sie als stellvertretende Regionalbereichsjugendleiterin im Regionalbereich Heilbronn aktiv und vertritt als Delegierte im Landesjugendring die Interessen der THW-Jugend auf Landesebene.
Eine besondere Auszeichnung erhielt außerdem Pascal Schukraft, der mit dem Helferzeichen in Gold mit Kranz geehrt wurde. Im Ortsverband engagiert er sich intensiv in der Öffentlichkeitsarbeit und sorgt dafür, dass Einsätze, Ausbildungen und Veranstaltungen sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus bringt er seine Erfahrung auch auf Landesebene im Media-Team Baden-Württemberg ein. Zusätzlich übernimmt er im Ortsverband Verantwortung als Sicherheitsbeauftragter.
Bevölkerungsschutz-Einsatzmedaille Baden-Württemberg
Eine weitere Ehrung wurde durch das Land Baden-Württemberg verliehen. Die Bevölkerungsschutz-Einsatzmedaille erhalten Helferinnen und Helfer, die während der Hochwasser- und Starkregenlage im Jahr 2024 mindestens 24 Stunden im Einsatz standen.
Im Ortsverband wurden Fabian Thunert, Markus Zipf, Marcel Herkner, Verena Knapp, Felix Rank, Maria Herrmann und Pascal Schukraft mit dieser Auszeichnung geehrt. Die Helferinnen und Helfer waren beim Sandsackfüllen im Logistikzentrum Ulm am 5. und 6. Juni 2024 im Einsatz. Dort unterstützten rund 40 Einsatzkräfte beim Befüllen von etwa 17.800 Sandsäcken mit rund 180 Tonnen Sand.
Gäste aus Politik und Blaulichtfamilie
An der Jahreshauptversammlung nahmen zahlreiche Gäste aus Politik, Behörden und der Blaulichtfamilie teil. Begrüßt werden konnte unter anderem Bürgermeisterin Birgit Hannemann.
Die Anwesenheit der verschiedenen Organisationen unterstreicht die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz. Regelmäßiger Austausch und gemeinsame Aktivitäten tragen dazu bei, im Einsatzfall reibungslos zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.
Dank und Ausblick
Zum Abschluss der Versammlung dankte Ortsbeauftragte Verena Knapp allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz im vergangenen Jahr. Ohne dieses Engagement wären Ausbildung, Einsätze und zahlreiche weitere Aufgaben im Ortsverband nicht möglich.
Ein besonderer Dank galt auch den Familien, Partnerinnen und Partnern sowie den Arbeitgebern, die das Ehrenamt unterstützen und damit wesentlich dazu beitragen, dass sich die Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz engagieren können.
Beim gemeinsamen Abendessen klang die Jahreshauptversammlung in kameradschaftlicher Atmosphäre aus.