Eine heftige Explosion erschütterte am Montagmorgen, den 17. Februar 2025, den Stutenseer Stadtteil Spöck im Kreis Karlsruhe. Durch die Wucht der Detonation stürzte ein Wohnhaus teilweise ein und begrub eine Person unter sich. Feuerwehr, Rettungsdienst und Technisches Hilfswerk (THW) wurden alarmiert, um die Rettung einzuleiten. Über Stunden hinweg arbeiteten die Einsatzkräfte unter schwierigen Bedingungen daran, die verschüttete Person zu lokalisieren und zu befreien.
Herausfordernde Bedingungen für die Rettungskräfte
Massive Trümmerteile und die instabile Gebäudestruktur erschwerten die Maßnahmen. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten Kontakt zur verschütteten Person herstellen, doch das Risiko eines weiteren Einsturzes machte eine sofortige Rettung unmöglich. Um die Einsatzstelle zu sichern und den Helfern einen Zugang zu ermöglichen, wurden zunächst Stabilisierungsmaßnahmen eingeleitet.
Um die genaue Lage der eingeschlossenen Person zu bestimmen, wurde die Fachgruppe Ortung des THW Ortsverbands Weinsberg um 08:05 Uhr alarmiert.
Technische Ortung und Sicherungsmaßnahmen
Bereits vor dem Eintreffen der Weinsberger THW-Kräfte konnte über eine andere Kamera Sichtkontakt zur verschütteten Person hergestellt werden und ihre genaue Position bestätit werden. Die Fachgruppe Ortung hielt während der gesamten Rettung die SearchCam in Einsatzbereitschaft. Dies war notwendig um bei sich ändernden Lagen oder kurzfristig benötigten Erkundungsmaßnahmen sofort einsatzbereit zu sein.
Diese hochspezialisierte Kamera ist darauf ausgelegt, durch kleinste Öffnungen in Trümmern geführt zu werden, um Hohlräume visuell zu erkunden. Der schwenkbare Kamerakopf ermöglicht es, selbst schwer zugängliche Bereiche einzusehen und nach Eingeschlossenen zu suchen. Die searchCam liefert nicht nur ein klares Bild aus den Trümmern, sondern erlaubt es den Einsatzkräften auch, über eine Gegensprecheinrichtung mit diesen in Kontakt zu treten.
Neben der Ortung unterstützte das THW Ortsverbandes Baden-Baden die Rettungsarbeiten mit dem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS). Dieses hochpräzise System misst kleinste Bewegungen im beschädigten Gebäude in Echtzeit und warnt frühzeitig vor möglichen Gefahren für die Einsatzkräfte. Um die Stabilität der verbliebenen Gebäudeteile zu gewährleisten, führten die THW-Kräfte aus Oberhausen-Rheinhausen, Karlsruhe, Dettenheim, Baden-Baden, Pforzheim, Bühlaußerdem Abstütz- und Aussteifmaßnahmen durch.
Gezielte Rettung unter höchster Präzision
Mit äußerster Sorgfalt wurden Trümmer entfernt, um die verschüttete Person möglichst schnell und sicher zu erreichen. Jede Bewegung musste genau abgestimmt werden, da eine unkontrollierte Erschütterung die Lage weiter hätte verschärfen können. Schließlich gelang es den Einsatzkräften, den Verschütteten aus den Trümmern zu befreien und an den Rettungsdienst zu übergeben.
Trotz aller Bemühungen erlag die Person später ihren schweren Verletzungen. Der THW-Ortsverband Weinsberg spricht den Angehörigen und Freunden sein tiefstes Mitgefühl aus.
Die Weinsberger Einsatzkräfte konnten die Unglücksstelle gegen 13 Uhr verlassen, während die Arbeiten an der Einsatzstelle noch weiter andauerten. Die Ursache der Explosion wird weiterhin untersucht. Die enge Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW ermöglichte eine koordinierte Rettung unter schwierigen Bedingungen.